Reiseimpressionen

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Ungarnreise 2018

Bericht von Petra

Prächtige Bauwerke, heilende Quellen und wilde Natur, Ungarn neu entdecken

Die Garten und Blumenfreunde Kißlegg besuchten in der Zeit vom 04.06. bis zum 10.06.2018 die ungarische Hauptstadt Budapest sowie der größte See des Landes den Plattensee. Die Reise führte uns an München, Salzburg weiter an Wien vorbei in Richtung ungarische Grenze, dort wurde dann schon Geld in der Landeswährung Forint getauscht. Gegen 19:30 Uhr wurde das Hotel an der, zur Zeit, neu erbauten Arena in Budapest erreicht. Gleich wurden die Zimmer im 7. und 8. Stock bezogen, welch herrlicher Ausblick auf die Stadt. Nora, unsere Reisebegleitung für die kommenden Tage, empfing uns schon am Hotel. Der zweite Tag der Reise begann mit einer Stadtführung. Da Budapest durch die Donau in zwei Stadtteile geteilt ist begannen wir den Tag auf der Buda Seite. Diese umfasst die Burg mit Wohnsitz des ungarischen Präsidenten Orban und Nationalgalerie, der Fischerbastei sowie der Mathiaskirche in welcher auch Franz Josef und seine Frau Sissy zum König gekrönt wurden. Der Ausblick zur gegenüberliegenden Seite des Donauufers sowie dem zweiten Stadtteil Pest mit prächtigem Parlament, Basilika und Oper sind von dieser Anhöhe aus einfach umwerfend. Die 2 Stadtteile werden durch 4 markante Brücken verbunden. Nach einem kurzen Spaziergang durch die Altstadt kamen wir zur Markthalle aus dem 1800 Jahrhundert. Die Londoner Markthalle stand hierbei Pate was die Architektur anbelangte. Hier wird täglich alles frisch angeboten was das Land zu bieten hat. Gemüse sämtlicher Art sowie Salami und weitere Spezialitäten findet man dort. Wir wurden schon zu einem Stehempfang erwartet. Hier wurden uns neben sämtlichen Wurstspezialitäten auch das Langos Brot, Kohlrouladen und Sauerkraut auf das Feinste serviert. Köstlicher Weiß und Rotwein rundten das Gesamte ab. Der Nachmittag stand jedem zur freien Verfügung die Stadt selbst zu erkunden. Mit einem gemeinsamen Abendessen wurde der Tag im Hotel abgerundet. Der dritte Tag führte uns auf den Gellertberg mit fantastgischem Ausblick auf die gesamte Stadt. Danach zeigte uns Nora die Pest Seite. In diesem Stadtteil findet man nicht nur die zum Teil schon neu gestaltete Fussgängerzone mit all den teilweise renovierten Gebäuden sowie den über 40 Kaffeehäusern. Ebenso befindet sich hier das Parlament, das gesamte Bankenviertel mit der Staatsbank sowie einige Botschaftsgebäude. Das heutige Postamt ist in einem aus der Jugendstilzeiterbauten Haus untergebracht. Dieses Haus glänzt durch seine mit goldig verzierten Kacheln welche in der Sonne nur so spieglten. Nun besuchten wir das Strudelhaus. Dort wurde uns die perfekte Herstellung von Strudelteig sowie deren weitere Verarbeitung Bestens präsentiert. Zum Abschluss unseres Besuches im Strudelhaus wurde uns der frischgebackene Apfel- sowie Topfenstrudel serviert. Nun stand noch die Besichtigung der St.Stephanus Basilika auf dem Programm. In dieser Kirche haben nicht nur 8500Menschen Platz, dort wurde auch der erste König Ungarns, der heilige Stephan I, gekrönt. Im Anschluss an soviel Kultur hatten wir den restlichen Nachmittag zur freien Verfügung und konnten die Stadt selbst erkunden. Am Abend kam es dann zu einem weiteren Höhepunkt. Eine Donauschiffahrt mit einem köstlichen Buffett bei welchem kein Wunsch offen blieb. Es war herrlich von der Wasserseite aus die Stadt langsam die Dämmerung gleiten zu sehen. Der absolute Höhepunkt hierbei war dann die in vollem Lichterglanz erstahlte Stadt mit all seinen Sehenswürdigkeiten. Ein Abend wie aus dem Bilderbuch ging viel zu schnell zu Ende. Am nächsten Morgen hieß es Koffer packen. Die Reise führte uns weiter an den Plattensee nach Balatonkenese in ein wunderschönes, ruhiges, direkt am seeliegendes Hotel. Bevor wir jedoch das Hotel ansteuerten machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Siofok. Dort besichtigten wir die moderne evangelische Kirche in der Form eines umgestülpten Holzschiffes . Das Holz für diese durchgehend zimmermännische Konstruktion spendierte die finnische Partnerstadt Oulu. Als weiteres Wahrzeichen der Stadt gilt der historische Wasserturm auf dem Freiheitsplatz im Zentrum der Stadt, mit einer Höhe von 45 m das höchste Bauwerk der Stadt, der 2012 nach einer umfassenden Rekonstruktion des Turmes und des umliegenden Areals wieder eröffnet wurde. Am Nachmittag konnte jeder nach freier Wahl den Plattensee oder die kleine feine Anlage um unser Hotel genießen. Der Plattensee empfing uns mit 26° C Wassertemperatur. Dieser Nachmittag wurde von sehr vielen Mitreisenden zu einem ausgiebigen Badeausflug genutzt. Mit einem genussvollen Abendessen wurde dieser Reisetag abgerundet. Der fünfte Tag führte uns nach Veszprem, einer der ältesten und auch bedeutesten Städte Ungarns. Der Dom St. Michael ist die älteste bischöfliche Kathedrale Ungarns. Er wurde von der Frau des heiligen Königs Stephan I. begründet, der seligen Gisela, einer bayerischen Prinzessin aus Regensburg, begraben in Passau. In der Kathedrale findet man den Thronstuhl der ungarischen Königinnen sowie eine Reliquie von Gisela. In Salförd erwarteten uns bereits 3 Planpferdewagen mit welchen wir eine Fahrt durch ein beschauliches Dörfchen mit schön restaurieten alten Gebäuden machten. Am Rand des Dorfes konnten wir noch einheimische ungarische Tierrassen wie das Zackschaft,oder den Komondor eine Hirtenhunderasse begutachten. Nach kurzer Fahrt erreichten wir das letzte Ziel an diesem Tag. Ein kleines feines Weingut auf einer Anhöhe von welcher man einen wunderschönen Blick auf den See sowie das angrenzende Hügelland hatte. Dort wurde schon kräftig gegrillt, sämtliche Fleisch und Gemüsearten was man sich vorstellen konnte. Das Essen wurde abgerundet mit köstlichen, verschiedenen Weinen welche zum Essen gereicht wurden. Ein Tanzpaar führte uns typisch ungarische Tänze vor. Mit Zigeunermusik wurde der Abend musikalisch abgerundet. Der sechste Tag brachte uns nach Keszthely der heimlichen Hauptstadt am Plattensee. Das Barockschloss im Norden der Stadt bildet eine U-Form inmitten eines Parks der von Christoph Hofstädter entworfen wurde. Der Vormittag stand jedem zur freien Verfügung und so konnte, bei einem kleinen Markt welcher an diesem Morgen in der Stadt statt fand, das eine oder andere besondere Andenken eingekauft werden. Nach kurzer Fahrt erreichten wir Heviz mit seinem Heilsee, welcher mit einer Fläche von 4,4 ha somit der größte , natürliche und bioloigische aktive Thermalsee der Welt ist. Er wird durch eine Thermalquelle aus 38mtr. Tiefe gespeist. Die Wassertemperatur liegt im Sommer zwischen 33 bis 36°C und im Winter ca. 23 bis 25°C. Eine Badedauer von max. 30 Minuten wird hier empfohlen. Wir umrundeten den See und kamen zu unserem letzten Highlight der Reise, dem ungarischen Grinzing. Im Römerkeller bot man uns im Gartenlokal mit herrlichem Panoramablick eine feine Vesperplatte mit köstlichem Weinen an. Zum Abschluss der Reise lenkte Klaus seinen Bus über die Halbinsel Tihany welche ebenso ein bekanntes Urlaubsziel am Plattensee ist. Durch eine frühe Heimkehr ins Hotel konnte noch der hauseigne Strand genutzt werden. Mit einem gemeinsamen Abendessen wurde diese Reise abgeschlossen bevor wir am Sonntagmorgen uns von Nora einer sehr vielseitig und allwissenden Reisefühererin verabschiedeten. Für uns alle ging eine Reise mit Eindrücken von einem Land zu Ende, welches man in seiner Vielfalt an Kultur sowie an Kulinarischem so schnell nicht überbieten kann. Ungarn ein Land das man nicht nur einmal besuchen sollte. Mit all diesen Erlebnissen im Kopf und auch in der Kamera kamen wir wohlbehalten am Sonntagabend in Kisslegg wieder an.